Die Welt ohne das Netz
Kann man sich das tatsächlich noch vorstellen, dass es das Internet
nicht gibt. Sind wir oder viele von uns nicht mittlerweile in den
digitalen Bergbau engagiert und steigen hinab in das Reich der Bits und
Bytes.
Wir versuchen Dingen aus zu graben, die eigentlich ja gar nicht
existieren. Anfassen kann man das alles nicht - nur sehen und nur
lesen. Anfassen ist nicht.
Es ist schon irgendwie ein scheues Reh, dass da haust in virtuellen
Dickicht des Waldes aus Nullen und Einsen. Eine verrückte Welt.
Meine persönlich Sichtweise ist so vom Netz eingefärbt. Ich treffe
meine Freunde in Social Networks, ich verabredet mich darin zum Essen.
Manchmal auch über Microblogging-Systeme - das webbasierte
SMS-Spielzeug für Erwachsene.
Außerdem veröffentliche ich meine Gedanken in Blogs oder in
Status-Meldungen. Ich gucke schon lange nicht mehr die zehn Meter
Wissen an der heimischen Wohnzimmerwand à la Gelsenkirchener Barock.
Mein Wissen kommt aus dem Rechner. Allessamt von Informatikern erdacht.
Die Jungs, die früher überzeugen wußten, in dem Sie sich konsequent
jedem Modedikatat widersetzten und in ihren Koffern das Mathematik
Wissen ganzer Abi-Jahrgänge mit sich trugen.